Greenwich, London

Greenwich mit Blick auf den Dorfplatz (copyright by franzis-blogstory.schreibnacht.de)

Wie bereits in meinem vorherigen Post angekündigt haben mein Freund und ich im Rahmen meines Urlaubes in London Greenwich besucht. Das Örtchen liegt direkt an der Themse, ungefähr eine halbe Stunde von
Londons Zentrum entfernt. Vor ca. 20 Jahren haben meine Eltern mit meiner großen Schwester und mir hier für eine kurze Zeit gelebt. Da ich damals natürlich noch sehr klein war, kann ich mich leider kaum noch an diese Zeit erinnern. Daher war es für mich umso wichtiger und ein besonderes Highlight im Urlaub, den Ort zu sehen, an dem ich bereits als Miniatur-Ausgabe herumgelaufen bin.

Hier haben wir vor ca. 20 Jahren gewohnt.. Ideale Umgebung für Kleinkinder 😀
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Greenwich

Dieses wunderschöne Örtchen im Herzen von London bildet einen schönen Kontrast zu der eigentlichen Metropole. Schon während der Fahrt mit der Bahn wird dieser Unterschied sehr deutlich. Man fährt zunächst durch ein Viertel mit Wolkenkratzern, sehr noblen Bürogebäuden und im nächsten Moment trifft man quasi in Greenwich ein. Es ist im Prinzip wie eine Vorstadt mit jeder Menge Grünfläche. Für Naturliebhaber ist dieses Örtchen definitiv einen Besuch wert: bei schönem Wetter kann man unter anderem auf dem Gelände der University of Greenwich die Zeit – beispielsweise mit einem Picknick – vertreiben. Die Architektur der Gebäude und
die Gesamtkonstellation des Geländes der Universität bieten ein schönes, entspanntes Ambiente. Im ersten Moment denkt man bei diesen Gebäuden nicht an eine Universität, sondern eher an das Zuhause eines Monarchen, welches nun zu einem Museum umgebaut wurde oder vielleicht auch ein Regierungsgebäude aus älteren Zeiten. Das Gelände erinnert aber auch ein wenig an die Universität in Bonn, wo sich vor der Uni selbst weite Grünanlagen befinden, auf denen sich die Studenten gerne die ein oder andere Minute zwischen den Kursen vertreiben.

Gelände der University of Greenwich (copyright by franzis-blogstory.schreibnacht.de)
Greenwich befindet sich, wie bereits erwähnt, direkt an der Themse. Hier gibt einen eigenen Bootsanleger für Touristen und einen
Fußgänger-/Radtunnel. Diesen kenne ich tatsächlich auch noch aus meiner Kindheit. Allerdings hat (laut Aussage meiner Mutter) damals leider der Aufzug selten funktioniert, weshalb sie bei jedem Spaziergang den durch mich benötigten Kinderwagen stets die Treppen hoch und herunter tragen musste – und es sind nicht gerade wenig Stufen. Durch diesen Tunnel gelangt man an die gegenüberliegende Uferseite. Am Ufer spazieren Fußgänger und Radfahrer auf den gut
ausgebauten Wegen – auch einige Restaurants befinden sich in
unmittelbarer Reichweite. Doch nun wieder zurück auf die andere Uferseite, zur Cutty Sark:

Der Fußgängertunnel unter der Themse (copyright by franzis-blogstory.schreibnacht.de)
Greenwich von der anderen Uferseite aus (copyright by franzis-blogstory.schreibnacht.de)

Cutty Sark-Museum in Greenwich

Die Cutty Sark ist ein riesiges Segelschiff, das auf dem Dorfplatz von Greenwich zu finden ist. Dieses Schiff ist eines der wenigen Dinge, an die ich mich ebenfalls noch aus meiner Kindheit erinnern kann. Meine Mutter ist damals viel mit meiner Schwester und mir in Greenwich spazieren gegangen und sehr oft sind wir natürlich auch an diesem Schiff vorbeigekommen. Früher transportierte die Cutty Sark Teelieferungen für das britische Empire, heute wurde es zu einem Museum umgebaut. Wie Ihr auf dem Bild erkennen könnt, befindet sich eine “Glasverkleidung” um das Schiff. Vor 20 Jahren war diese noch nicht dort, denn 2007 stand die Cutty Sark in Flammen und im Rahmen der Restaurierung wurde diese Verkleidung, wahrscheinlich auch zum Schutz, angebracht.
Heute könnt Ihr eine Führung durch das Schiff und seine Geschichte machen, im Anschluss kann man natürlich auch das ein oder andere Andenken im Souvenir-Shop kaufen. Wo Ihr ebenfalls den einen oder anderen Euro ausgeben könnt, ist der Greenwich Market:

Segelschiff Cutty Sark (copyright by franzis-blogstory.schreibnacht.de)

Greenwich Market

Wenn man Greenwich einen Besuch abstattet, sollte auch der Greenwich Market mit auf der Liste stehen.
Hier bieten viele kleine Händler kulinarische oder auch handwerkliche Artikel an. Auch viel Veganes – sei es Essen oder auch Kleidung – könnt Ihr in den alten Markthallen des Örtchens finden. Die Art und Weise wie dieser Platz aufgebaut ist, z.B. von der Deckenkonstruktion her, habe ich bereits in in
ähnlicher Form beispielsweise auch schon im Covent Garden im Herzen Londons gesehen. Im Gegensatz zum Greenwich Market sind hier jedoch vor allem teurere Restaurants ansässig. Wer eine günstigere Alternative sucht, die architetonisch mit dem Covent Garden mithalten kann, ist in Greenwich an der richtigen Adresse.
Achtung: Zu den
Spitzenzeiten sollten Klaustrophobiker den Greenwich Market allerdings meiden, da es dort meist so voll ist, dass man sich
um das Umfallen – wie übrigens auch in den meisten U-Bahnen Londons –
keine Sorgen machen muss. Falls Ihr also mal stolpern solltet, bleibt Ihr Dank der Menschenmenge trotzdem auf den Füßen stehen.
Greenwich Market (copyright by franzis-blogstory.schreibnacht.de)

Ich hoffe, dass Euch dieser kleine Post über Greenwich gefallen hat. Vielleicht stattet Ihr ja bei Eurem nächsten London-Städtetrip diesem Örtchen auch mal einen Besuch ab 😉

Liebe Grüße und einen schönen Abend!

Eure franzi!

3 Wochen in London

Hallo Ihr Lieben!
Wie bereits im letzten Post angekündigt, war ich vor kurzem für 3 Wochen in London im Urlaub. Natürlich war ich nicht nur in der City und habe dort Shopping-Touren ohne Ende gemacht, sondern bin auch an den ein oder anderen Ort gefahren, um auch andere Eindrücke gewinnen zu können.
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Warum 3 Wochen London?

Nun, diese Frage lässt sich leicht beantworten. Da mein Freund unter anderem Englisch auf Gymnasiallehramt studiert, muss er auch dementsprechend mindestens 3 Monate in einem Land mit Englisch als offizieller Amtssprache leben. Damit ich nicht am Stück so lange ohne ihn sein muss, habe ich meinen Urlaub genau in die Hälfte seines Aufenthaltes gelegt.

 

3 Wochen – teuer?

Im Vorfeld haben mein Freund und ich uns informiert, welche Möglichkeiten es gibt um seinen und meinen Aufenthalt so günstig wie möglich zu halten. Hotels/ Motels sind da natürlich direkt raus gewesen. Über Airbnb haben wir aber ein günstiges Zimmer im Stadtteil Hounslow – beim Flughafen Heathrow – gefunden. Wenn man länger bleibt, bieten die meisten Vermieter auch einen Monatsrabatt von teilweise bis zu 70% an, bei manchen müssen weitere Gäste, wenn man z.B. ein Doppelbett in einem privaten Zimmer gemietet hat, nur geringfügig oder gar nicht drauf zahlen.
Da man die Küche so gut wie immer mitbenutzen kann, spart man sich auch das Geld fürs Essen gehen und man kann oftmals auch bei seiner Gastfamilie die Waschmaschine mitbenutzen. Dadurch spart man sich nicht nur etwas Gepäck beim Hinflug, sondern auch dreckige Wäsche beim Rückflug.

Ich habe z.B. für Übernachtung und Ernährung in den 3 Wochen höchstens 200€  ausgegeben. Mit dem Flug, den ich recht früh über Ryanair gebucht habe, + 15kg Gepäck und den Fahrten für Zug und U-Bahn bin ich insgesamt auf ca. 450€ gekommen. In einem Hotel würde man alleine für die 21 Nächte mindestens 800€ zahlen.

 

Hounslow

Dieser Stadtteil gehört zwar mit zu den eher schlechteren Gegenden und alleine würde ich dort als Frau nachts auch nicht freiwillig rumlaufen, aber im großen und ganzen ist dies nicht zu vergleichen mit beispielsweise der Eisenbahnstraße in Leipzig. An Kriminalität ist mir persönlich nichts während der 3 Wochen aufgefallen, obwohl mein Freund und ich zu allen möglichen Zeiten und generell auch häufig dort unterwegs waren.

Die Innenstadt von Hounslow ist recht schlicht gehalten, mit gefühlt nur 10 Geschäften in die man auch in Deutschland in der Innenstadt immer gehen würde, wie z.B H&M, TK Maxx, Deichmann, Primark oder auch ein Sportgeschäft. Ein ganz kleines Kaufhaus mit mehreren kleinen Geschäften, Frisören etc. gibt es auch. Auffällig war für uns jedoch, dass alle paar Meter eine Bank z.B. “Barclays” und 99 Pence Läden wie zB. “Poundland” waren. Man hat also immer die Möglichkeit, Geld abzuheben und irgendwelche Kleinigkeiten zu essen und trinken, aber auch Drogerieartikel zu kaufen.

Da mein Freund leidenschaftlicher Badmintonspieler ist, hat er sich auch hier nach einer Möglichkeit ungesehen, seinen Sport weiter zu betreiben. Es gibt eine Sporthalle, nur wenige Minuten mit dem Bus entfernt, die speziell für Badminton ausgelegt ist. Dort hat sogar einer der zurzeit erfolgreichsten Spieler der englischen Nationalmannschaft (Rajiv Ouseph) angefangen zu spielen. Jeden Tag wird die Halle von einem anderen Verein gemietet um zu trainieren. Die Spieler die ich kennen lernen durfte waren alle sehr freundlich und wirklich gut. Mein Freund und auch ich können dies wirklich jedem empfehlen, der gerne Badminton spielt und auch noch etwas dazu lernen möchte.

 

London – the place to be

Wer für eine längere Zeit nach London  fliegt, sollte sich wie die Einheimischen die sogenannte Oyster Card zulegen. Mit dieser Karte könnt Ihr sowohl Bus als auch U-Bahn fahren und sie ist wieder aufladbar. Wenn Ihr Euch diese Karte für ca. 23£ kauft, ist diese bereits mit 20£ zum Verfahren aufgeladen. Eine Busfahrt kostet 1,50£ und ihr könnt ca. eine Stunde lang beliebig weit fahren. Außerhalb der Peak-Zeit, die man auch als Rushhour bezeichnen könnte, fahrt Ihr auch vergünstigt mit den Bahnen.

Was mir während des Aufenthaltes besonders aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass London sehr dreckig ist. Dies liegt zum einen wahrscheinlich auch daran, dass es kein Pfandsystem für PET-Flaschen und Getränkedosen gibt, aber größtenteils einfach an der Mentalität. Wer gerade Müll in der Hand hat, lässt diesen dort fallen wo er gerade steht, ungeachtet davon, ob ein paar Meter weiter ein Mülleimer wäre oder nicht. Es gibt aber auch so einfach viel mehr Müll, weil die Produkte, wie z.B. Kekse oder Chips mehrfach in einer Tüte verpackt sind. So sind beispielsweise in einer handelsüblichen Chipstüte 6 weitere kleine Tüten von der Größe, wie man sie zu Karneval kennt.  Vielleicht kam es mir auch einfach nur so vor, doch ich hatte auch sehr stark das Gefühl, dass es im Vergleich zu Großstädten in Deutschland, wie Köln oder auch Leipzig, deutlich weniger Mülleimer gibt.

Auch ist die Fußgängerampel in London nur eine Empfehlung, eigentlich geht jeder bei rot drüber, egal ob da ein Auto kommt oder nicht. Selbst wenn die Polizei an der Kreuzung steht, gehen die Leute einfach über die Straße. Wenn man die Straße aber z.B. über einen Zebrastreifen überquert und in einiger Entfernung ein Auto kommt, hat man das Gefühl, dass die Fahrer extra noch mal Gas geben. Vielleicht soll man die Straße einfach schneller überqueren oder es ist für diejenigen Fahrer ein besonderer Adrenalinkitzel wenn man einen fast überfährt.

 

 St. James’s Park (copyright by franzis-blogstory.schreibnacht.de)

Was mir in London auch aufgefallen ist, habe ich bereits in meinem letzten Post kurz angeschnitten. Ich habe in einer Großstadt noch nie so viele Jogger oder auch Sportlergruppen gesehen wie hier. Es gibt zwar auch reichlich Parks um den Sport dort ausleben zu können, aber auch mitten auf der Straße oder auf den Gehwegen wird man teilweise von diesen Leuten umgelaufen. Alle 5 Minuten läuft einer in der Innenstadt an einem vorbei, egal wo man hinguckt findet man jemanden der gerade aktiv Sport betreibt. Dazu kommen auch die ganzen Geschäfte, die gesunde Ernährung und/oder vegetarisches/veganes Essen anbieten. Dass dieser Fitnesstrend auf dem Vormarsch ist, ist mir zwar auch schon hier in Deutschland aufgefallen, aber in London wurde es mir doch noch mal um einiges deutlicher.

 

Hyde Park (copyright by franzis-blogstory.schreibnacht.de)

Wenn man schon mal einen Trip nach London unternimmt, sollte man dem King’s Cross Bahnhof definitiv auch einen Besuch abstatten. Allerdings nicht weil der Bahnhof an sich sehr besonders ist, sondern weil es DER Bahnhof aus den Harry Potter-Büchern und Filmen ist. Vom Gleis 9 3/4 aus können die jungen Hexen und Zauberer mit dem Hogwarts Express zu der berühmten Schule für Hexerei und Zauberei fahren. Natürlich wird dieses berühmte Drehort gekonnt als Touristenattraktion genutzt, indem man z.B. mit dem Gepäckwagen das ein oder andere bezahlte Foto machen kann – hierfür muss man sich allerdings in eine (wahrscheinlich immer) gut gefüllte Schlange anstellen. Direkt nebenan befindet sich der Harry Potter-Shop in dem man sich Umhänge und Zauberstäbe aus den Filmen kaufen kann, aber auch viele weitere Fanartikel wie Tassen, Magnete, Schmuck, Taschen uvm. Hier kann man definitiv sein Geld gut loswerden 😛

 

                         King’s Cross Gleis 9 3/4 (copyright by franzis-blogstory.schreibnacht.de)
                         King’s Cross Harry Potter-Shop (copyright by franzis-blogstory.schreibnacht.de)

Nachdem in der letzten Zeit häufiger Terroranschläge in London waren, findet man auch extra “Anti-Terror-Pfeiler”, die z.B. das Fahren mit irgendwelchen Fahrzeugen durch Menschenmassen verhindern sollen. Auch findet man ein größeres Polizei-Aufgebot, was für mehr Sicherheit sorgen soll. Man geht schon mit einem mulmigen Gefühl durch die Straßen, daher haben mein Freund und ich auch die beliebten Sehenswürdigkeiten größtenteils gemieden, um eben solchen Menschenmassen und möglichen Terror-Zielpunkten aus dem Weg zu gehen.

Was man während seines Aufenthaltes in London auch unternehmen sollte, ist der Besuch eines Pubs. Nicht nur von außen sehen diese wirklich einladend aus, sondern auch von innen – nicht zu vergleichen mit den Kneipen bei uns in Deutschland. Jeder Pub ist von außen schön mit Blumen dekoriert und auch von innen macht der Anblick einiges her. Da ich nicht der typische Biertrinker bin, habe ich mich immer für “Cider” (Apfelsekt, der meist aus einem Pintglas getrunken wird) entschieden, die englischen Biere scheinen aber auch gut zu schmecken (so ist zumindest die Meinung von meinem Freund). Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in jedem Pub absolut zufriedenstellend. Es ist egal ob man in einen Pub in einer besseren Gegend mitten im Herzen von London geht, oder eben weiter außerhalb – für einen halben Liter haben wir immer höchstens 5 Pfund (ca. 6€) bezahlt. Auch das Essen war für eine “Kneipe” wirklich überzeugend, allerdings scheinen die Engländer kein Salz bei den Pommes zu kennen, zumindest waren unsere immer wenig bis gar nicht gesalzen – tendenziell isst man aber sowieso zu viel Salz.

 

                          (copyright by franzis-blogstory.schreibnacht.de)

 

                          (copyright by franzis-blogstory.schreibnacht.de)

Für mich gab es während meines Urlaubes in London aber noch einen besonderen Ort, den ich vor ca. 20 Jahren das letzte mal gesehen habe – Greenwich. Als ich noch ganz klein war, haben meine Eltern mit meiner Schwester und mir in dieser wirklich schönen Gegend gelebt, doch ich möchte jetzt noch nicht so viel vorweg nehmen, da ich in der nächsten Zeit einen extra Post zu Greenwich verfassen werde und dieser Post auch nicht zu lang werden soll.

Das waren meine Eindrücke, grob zusammengefasst, während meines Urlaubs in London. Sind Euch ähnliche Sachen aufgefallen oder geht es mir mit diesen Eindrücken alleine so?

Ich wünsche Euch einen schönen Abend!

Eure franzi 🙂