Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als OTA – wie bewerbe ich mich richtig?

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Hallo Ihr Lieben!

Die Bewerbungen für das Ausbildungsjahr 2020 sind im vollen Gange, und Ihr wollt nächstes Jahr auch noch unbedingt mit dieser tollen Ausbildung starten? Doch Ihr wisst einfach nicht ganz genau, wie Ihr Eure Bewerbung gestalten sollt? Mit diesem Post möchte ich Euch dabei helfen.

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Die Springerprüfung – worauf wird geachtet?

Auch Medikamente aufziehen und vorbereiten gehört zur Aufgabe eines Springers. franzis-Blogstory.schreibnacht.de

Hallo Ihr Lieben, heute möchte ich Euch einen Einblick in den Ablauf der Springerprüfung geben. Selbstverständlich erhaltet Ihr hierbei auch Ratschläge und Tipps worauf Ihr bei Eurer Prüfung unbedingt achten solltet. Ihr solltet aber immer noch mal Rücksprache mit Eurem Praxisanleiter halten, denn nicht überall wird auf die gleichen Dinge das Augenmerk gelegt.


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Patient im OP – Ich werde operiert

Kein Zutritt! Nur für OP-Personal. franzis-Blogstory.schreibnacht.de

Aufbauend auf meinen Post bei Instagram möchte ich hier nun auch noch mal genauer auf die Thematik “Patient im OP – was sollte ich beachten” eingehen.

Immer wieder findet man folgende Frage: “Muss ich im OP wirklich komplett nackt sein?”, “Muss ich meinen BH/die Unterwäsche ausziehen?”, “Sehen mich auch Männer/Frauen nackt im OP?”

Nun möchte ich diese Fragen für Euch als Insider beantworten.



Ist man als Patient im OP wirklich komplett nackt?


Tatsächlich darf man als Patient im OP keine private Kleidung tragen. Also weder Socken, noch BH oder Unterhose. Komplett nackt seid Ihr jedoch nie! Auf der Station bekommt Ihr natürlich ein OP-Hemdchen an und ein luftiges Netzhöschen. Allerdings ist das Hemd meist nur für den Transport, damit man sich nicht gänzlich nackt fühlt. Nachdem Ihr aus dem Bett auf den OP-Tisch gelagert werdet, bekommt Ihr warme Decken/Tücher im Tausch für Euer Hemd.


Aber warum darf ich mein Hemd nicht anbehalten? Es ist doch von der Station und sauber?

Grundsätzlich ist alles, was nicht direkt aus dem OP stammt eine potenzielle Keimquelle. Daher müssen wir uns als Mitarbeiter auch in der Bereichskleidung einschleusen und bei Kontamination auch umziehen. In grüner Kleidung darf man auch nicht im Krankenhaus herumspazieren, falls man dies doch macht, muss man sich natürlich bei Betreten des OP-Traktes wieder umziehen (Ausnahme sind Notfallsituationen).

Zwar enthält das Patientenhemd wahrscheinlich sehr wenige Keimquellen, doch jede Möglichkeit könnte eine Komplikation während der OP hervorrufen und wir sind auf die bestmögliche Versorgung unserer Patienten im OP bedacht.

Genau aus diesem Grund darf ich auch keinerlei private Kleidung mit in den OP nehmen. Hat man nur kleinere, ambulante Operationen, wo die Dauer auch nicht so lange ist, dann gibt es Ausnahmen. So kann man bei einer kleinen Handoperation beispielsweise seine Socken und auch die Unterhose, ggf. sogar das Patientenhemd an behalten. Besser wäre es jedoch ohne.

Grundsätzlich: Wir achten alle darauf, dass die Privatsphäre unserer Patienten stets gewahrt wird und diese nie länger als nötig entblößt im Saal liegen. Wer sich in die Lage des Patienten im OP versetzt, der würde dies selbst auch nicht wollen.


Können mich auch Männer/Frauen nackt sehen?

Im OP arbeiten alle Hand in Hand zusammen. Mann und Frau. Natürlich sehe ich als Frau meinen männlichen Patienten nackt und so ist es auch mit den männlichen Kollegen und weiblichen Patienten. Aber wir gehen damit ganz professionell um. Für uns gehört es zum ganz normalen Arbeitsalltag, dass wir unsere Patienten auch ohne Kleidung sehen. Egal ob Mann, Frau, jung, alt. Wir machen da keine Unterschiede oder gucken extra lange auf die sensiblen Bereiche. Bei Operationen genau in diesen Regionen müssen wir das natürlich, aber ansonsten wird alles zugedeckt, was für die Operation nicht relevant ist.


Was sollte ich als Patient beachten?

Kann ich als Patient im OP auch etwas dazu beitragen? Behilflich sein, damit die OP nicht unnötig verzögert wird?
Ja das könnt Ihr!
Vorab: Wenn Ihr als ambulanter Patient im OP seid, dann müsst Ihr unter Umständen den Weg selbst zu uns suchen von Station. Gebt der jeweiligen Station unbedingt Bescheid, wenn Ihr Euch auf den Weg zu uns macht. Aber auch bei stationären Patienten ist es wichtig, dass Ihr den Pflegekräften Bescheid gebt, wenn Ihr am OP Tag beispielsweise morgens noch mal etwas Bewegung braucht.

Das OP Programm ändert sich gerne mal. Meist wird man als Patient aufrund von Notfällen nach hinten geschoben, doch man kann auch vorgezogen werden. In diesem Fall ist es sehr wichtig, dass man weiß wo Ihr Euch befindet, sodass man Euch auf den schnellsten Weg zu uns in den OP bringen kann.

Im OP ist es sehr sehr wichtig, dass die Haare, wie bei mir auf diesem Bild, unter einer OP-Haube versteckt sind. franzis-Blogstory.schreibnacht.de
Im OP ist es sehr sehr wichtig, dass die Haare, wie bei mir auf diesem Bild, unter einer OP-Haube versteckt sind. Auch Ihr werdet eine Mütze in der Umbettschleuse bekommen, damit die Haare versteckt sind. franzis-Blogstory.schreibnacht.de


Vorbereitung ist das A und O!

Vor einer Operation sollte man weder essen noch trinken. Diesen Zustand bezeichnen wir als “nüchtern sein”. Denn auch bei einer lokalen Operationen kann es sein, dass man notfallmäßig eine Vollnarkose bekommen muss. Für die Anästhesie ist es dann deutlich leichter die Medikamente auf den Patienten anzupassen, wenn dieser nüchtern ist (es gibt noch weitere Gründe, aber das würde zu ausführlich werden).

Achtet darauf, dass Ihr frisch geduscht seid. Man glaubt es kaum, doch im OP hat man tatsächlich häufig sehr ungepflegte Patienten. Und das sind meist nicht diejenigen, die vorher nicht duschen konnten, weil sie einen Unfall hatten. Für uns gibt es fast nichts Schöneres, als einen gepflegten, frisch geduschten Patienten im OP.

Kürzt am besten auch Eure Nägel – sowohl an den Fingern, als auch an den Zehen. Das gilt unabhängig vom OP-Gebiet. Lange Fingernägel können beispielsweise bei der Anästhesie hinderlich sein, denn dann sitzt unter Umständen das Pulsoxymeter nicht richtig und die Werte können nicht richtig gemessen werden. Außerdem sind lange Nägel, eine Keimquelle und für uns ein Verletzungsrisiko. Besonders, wenn es auch noch spitz gefeilte Nägel sind.
Da wir schon bei den Nägel sind: Den Nagellack solltet Ihr, sofern es Euch möglich ist, auch unbedingt entfernen. Zum einen bietet dieser für die Keime ebenfalls ein Medium, zum anderen kann dieser auch durch unser Desinfektionsmittel abblättern und ins OP Gebiet fallen. Also eine zusätzliche Keimquelle und eine Erhöhung der Komplikationsrate.

Im OP arbeiten wir mit Hochfrequenzchirurgie – kurz Strom. Tragt Ihr Schmuck, so kann es sein, dass dieser eine Verbrennung hervorrufen kann, wenn dieser nicht entfernt wird. Daher: als Patient im OP solltet Ihr Euren ganzen Schmuck vorab entfernen. Am besten ist es sowieso, wenn Ihr den Zuhause lassen würdet. Nur so kann definitiv nichts verloren gehen oder gar geklaut werden.



Was ist mit meinen Haaren?

Habt Ihr lange Haare, dann bindet diese am besten ganz locker mit einem Haargummi (ohne Metall) zusammen. Ideal wäre natürlich ein geflochtener Zopf – denn dann verknoten die Haare auch nicht. Wie sag ich immer meinen Patienten an der Patientenschleuse:
“Sie bekommen von mir jetzt auch eine OP-Haube, denn bei uns herrscht ein Dresscode, weshalb jeder eine schöne Mütze tragen muss. Außerdem passen Sie dann besser zu uns”. Mit einem lockeren Zopf geht das natürlich deutlich leichter.

Habt Ihr eine neurochirurgische Operation, also eine am Gehirn, dann würde ich Euch an dieser Stelle folgendes raten. Sofern die OP nicht am Hinterkopf oder im “Sidecut”-Bereich ist, würde ich Euch ans Herz legen, die Haare komplett abzurasieren. Unsere Chirugen sind leider keine ausgebildeten Friseure. Daher rasieren sie wirklich nur so viel ab wie nötig. Und wenn es ein Kreis genau in der Mitte ist, dann ist es auch so. Ihr glaubt gar nicht was da teilweise für Frisuren bei rauskommen.
Außerdem würdet Ihr den Chirurgen so auch schon etwas Arbeit abnehmen. Denn so eine Rasur, besonders bei langen Haaren ist recht umständlich wenn man nicht alles abrasiert.

Da wir gerade bei der Rasur sind: Habt Ihr beispielsweise eine Operation am Bein, dann rasiert am besten auch dort die vorhandenen Haare ab. Denn auch hier wird wirklich nur so viel entfernt wie es für die Operation notwendig ist. Stellt Euch mal ein stark behaartes Männerbein vor, wo in der Mitte des Unterschenkels ein paar Stellen kahl sind und andere wiederum stark behaart. Sieht ganz schön komisch aus, findet Ihr nicht?
Und da ich Symmetrie bevorzuge: Ich würde ja das andere Bein direkt mit rasieren. Sieht einfach besser aus.

Aber so eine Rasur vorab hat auch weitere Vorteile: denn oftmals werden doch nicht alle losen Haare entfernt. Das passiert. Zwar sind diese Haare dann desinfiziert, gelangen sie aber trotzdem in die Wunde, kann es zu einer Wundheilungsstörung kommen, wenn sie nicht entfernt werden. Denn wie Ihr Euch bestimmt vorstellen könnt: Ein Haar gehört nicht ins Innere des Beins (oder auch andere Regionen).

Gruppenarbeit zum Thema Unfallchirurgie. Hier sieht man einige Beispiele für Implantate im OP, auf die man eine allergische Reaktion entwickeln könnte - franzis-Blogstory.schreibnacht.de
Dieses Bild findet Ihr ebenfalls bei meinem letzten Post. Es ist eine Gruppenarbeit zum Thema Unfallchirurgie. Hier sieht man einige Beispiele für Implantate im OP, auf die man eine allergische Reaktion entwickeln könnte – franzis-Blogstory.schreibnacht.de



Medikamente? Allergien?

Nehmt Ihr Medikamente oder seid Ihr Allergiker? Dann gebt am besten einen Pass oder einen Zettel bei Eurer Aufnahme mit ab. Gerade für die Anästhesie, aber auch für uns sind dies sehr wichtige Informationen.
Beispielsweise bei der Gabe von Antibiotika oder auch der Schlafmedikation. Seid Ihr nämlich auf eines der jeweiligen Inhaltsstoffe allergisch, kann dies für Euch schlimme Folgen während der Operation mit sich bringen!

Ebenfalls ist es für uns sehr wichtig zu wissen, ob Ihr Blutverdünner nehmt. Denn bei jedem Eingriff kann es bluten – bei dem einen mehr, dem anderen weniger. Nehmt Ihr dann noch zusätzlich Medikamente, die sich auf die Eigenschaften Eures Blutes einwirken, kann es zu Komplikationen kommen.

Nichts ist so gut wie eine gute Vorbereitung und Anamnese!

Bekommt Ihr eine Prothese, dann solltet Ihr auch unbedint Unverträglichkeiten wie Nickel etc. nennen. Denn sonst kann es zu einer Abstoßungsreaktion kommen, weshalb Ihr dann große und schwere Revisionsoperationen benötigen werdet. Daher unbedingt von Anfang an reinen Tisch machen!

Mit das Wichtigste für uns ist jedoch die Einwilligung in die OP und in die Narkose. Ohne diese Einwilligung dürfen wir keinen Operieren – vorausgesetzt es handelt sich nicht um einen Notfalleingriff. Aber in diesem Fall kann man ja auch vorher nicht duschen, sich rasieren, die Nägel kürzen etc.


Aktuell fällt mir nicht mehr zu diesem Thema ein. Sobald dies jedoch der Fall sein sollte, werde ich die Punkte natürlich ergänzen. Zu der Nachsorge kann ich leider nicht viel sagen, denn ich bekomme diesen Teil leider nicht mit. Dafür müsste man dann den jeweiligen Arzt oder die Pflegekräfte auf Station ausquetschen.

Ich wünsche Euch einen schönen Abend!

Eure franzi 🙂

Ausbildungsstart – wie kann ich mich vorbereiten?

Gruppenarbeit zum Thema Unfallchirurgie. Hier sieht man einige Beispiele für Implantate im OP, auf die man eine allergische Reaktion entwickeln könnte - franzis-Blogstory.schreibnacht.de
Mich erreichen oft noch Fragen zum Thema Ausbildungsstart und ob man sich im Vorfeld schon irgendwie auf die Ausbildung vorbereiten kann. Einige von Euch durften bereits am 01.08.2019 in die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz starten. Für andere findet der Ausbildungsstart am 01.09.2019 an und die letzte Gruppe darf am 01.10.2019 endlich zur Immatrikulationsveranstaltung gehen. An dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch an Alle für den Ausbildungsplatz! Ihr habt Euch wirklich einen tollen Beruf ausgesucht! Doch nun zum eigentlichen Thema.

Wie kann ich mich im Vorfeld auf die Ausbildung zur OTA vorbereiten?

Zum einen kann man – wenn man beispielsweise seinen Schulabschluss und die Zusage sehr früh bekommt – vor dem Ausbildungsstart ein Praktikum in der zukünftigen Klinik machen. Das hinterlässt in der Regel einen guten Eindruck, ist aber kein MUSS! Ich habe es damals auch nicht gemacht. Ich musste nämlich für die Ausbildung rund 450km umziehen und habe daher die Zeit vorher genutzt, um in einem Supermarkt noch etwas Geld zu verdienen. Aber man kann sich selbstverständlich auch noch die Auszeit nehmen und reisen. Das vermisse ich bei mir zumindest. Ich habe das Gefühl, ich hätte etwas verpasst, weil ich mich nach meinem Abschluss direkt in die Arbeit gestüzt habe. Aber gut, ich denke ich schweife jetzt ein bisschen ab, daher zurück zum Thema: Ihr könnt Euch auch schon einige Bücher zulegen, jedoch empfehle ich nicht zu viele Bücher zu kaufen. Während der Ausbildung werdet Ihr schon für Euch herausfinden, welche Literatur Ihr dringend benötigt und was eher weniger wichtig ist. Meine Favoriten habe ich Euch bereits in einem Post festgehalten. Ans Herz würde ich Euch an dieser Stelle meine ersten beiden Buchempfehlungen legen, aber das könnt Ihr selbst in dem Post nachlesen 😉

Eine weitere sehr gute Vorbereitung habt Ihr bereits gefunden.

Denn Ihr seid hier auf meinem Blog und lest Euch diesen Post durch! Zu der Operationstechnischen Assistenz findet man leider sehr wenig im Internet. Hauptsächlich die Berufsbeschreibungen, aber wenig von jemandem, der hautnah dabei ist. Deshalb: Herzlich Willkommen auf meinem Blog! Hier seid Ihr an der richtigen Adresse, wenn es um den Beruf der OTA geht. Ich schreibe noch nicht so lange über meinen Beruf, aber einiges könnt Ihr hier bereits schon nachlesen. Von der Berufsbeschreibung über die Bewerbung und der eigentlichen Tätigkeit ist bereits alles dabei. Auch einige detailliertere Beiträge und auch schon einer zur Anatomie und Chirurgie sind online. Diese könnt Ihr Euch sehr gerne durchlesen, denn ich habe versucht knapp, aber informativ und doch alles Wichtige für Euch zusammen zu fassen. Natürlich gibt es noch ein paar mehr Details, aber Ihr sollt ja nicht den Unterricht leiten, sondern Euer Lehrer. Daher dienen meine Texte als kleine Grundlage und sollten Euch auch später beim Lernen hilfreich zur Seite stehen können.

Dein Blog ist ja schön und gut, aber was kann ich noch machen für einen guten Ausbildungsstart?

Auch hierauf habe ich eine Antwort. Schaut Euch Videos von Operationen an. Ich finde die immer unheimlich interessant! Natürlich kann man sich auch Serien wie Grey’s Anatomy etc. angucken. Die sind an sich auch gut recherchiert, jedoch ist das Amerikanische Gesundheitssystem etwas anders als unseres und natürlich ist dort alles immer sehr speziell und besonders. Aber so bekommt man auch schon einen guten Einblick in die spätere Tätigkeit. An dieser Stelle folgt auch noch mal etwas Eigenwerbung: Auf meinem Account bei Instagram könnt Ihr mich oft durch den Arbeitsalltag begleiten und dadurch hautnah mit dabei sein. Ich versuche immer so viele Eindrücke wie möglich mitzuteilen. Gute wie auch schlechte. Aber das gehört leider auch zum Beruf! Kauft Euch die richtigen Materialien!
Mein Notizbuch für die ganzen OPs. franzis-Blogstory.schreibnacht.de
Mein Notizbuch für die ganzen OPs. franzis-Blogstory.schreibnacht.de
Was ich mir für die Ausbildung zugelegt habe waren folgende Sachen: Ordner für Eure Unterlagen – die Anzahl variiert jenachdem ob Ihr so verrückt seid wie ich und wirklich alles ganz genau sortieren müsst, oder ob Ihr einfach nur alles an einem, bzw. 2-3 Plätzen haben wollt (je nach Menge der Unterrichtsmaterialien). Ich habe beispielsweise versucht, die Ordner nach den unterschiedlichen Lernbereichen anzulegen, was sich jedoch als schwierig gestaltet. Denn manche Unterrichtsfächer überschneiden sich leider in den Lernbereichen. Kauft Euch einen Collegeblock. Ihr werdet mehrere benötigen, doch für den Anfang sollte einer für die Notizen im Unterricht reichen. Damit die Blätter in der Tasche nicht nur lose herumfliegen oder im Block untergehen, solltet Ihr auch Schnellhefter in der Schultasche dabei haben. Ich hatte so einen Ringschnellhefter, da musste ich nicht täglich alles in meine jeweiligen Ordner umsortieren. Wer ein Tablet hat, kann sich natürlich auch diese Zettelwirtschaft sparen. Das ist Geschmackssache. Legt Euch auch unterschiedliche Textmarker und Fineliner zu. Ich habe mir beispielswiese gerne alles unterschiedlich markiert, wodurch ich auch besser lernen konnte. Und für den Anfang braucht Ihr auch einen Kulli. Keine Sorge, spätestens ab dem ersten Klinikseinsatz werdet Ihr Euch nie wieder welche kaufen müssen, weil es dort massen Kugelschreiber gibt und man sie automatisch verliert, aber auch ausversehen mitnimmt 😛 Ja, in der Klinik herrscht ein Kugelschreiberimperium, aber auch eine Kugelschreiberkleptomanie! Apropos Klinik! Legt Euch hierfür unbedingt ein kleines Notizbuch zu! Es sollte in Etwa die Größe Eurer Kasacktasche haben. So könnt ihr nämlich immer alles Wichtige direkt aufschreiben und habt es für später auch parat. Details wie Lagerung des Patienten, die benötigten Materialien, Instrumente und sonstige Besonderheiten könnt Ihr hier perfekt aufschreiben, um später damit zu glänzen! Das habe ich auch beim Wechseln in meine neue Klinik gemacht. Dort stehen bei mir beispielsweise alle Operationen in unserer Klinik drinnen. Sowohl welche Materialien ich benötige, als auch Besonderheiten wie, wann, welches Spezialinstrument und wofür es benötigt wird. So ist es bei mir beipsielsweise der Fall bei der Kreuzbandplastik. Aus irgendeinem Grund kann/will ich mir den OP-Ablauf nicht merken. Daher muss ich vorab immer in mein Büchlein gucken, damit ich wieder den genauen Ablauf auf dem Schirm habe. Welche Instrumente und Materialien ich benötige weiß ich, aber eben nicht den Ablauf und dieser will auch nicht abrufbar bleiben. Hier fehlt es mir etwas an Routine, da ich diese Operationen bislang zu selten begleiten durfte.
Mein Notizbuch mit den wichtigsten Notizen zu den OPs in meiner Klinik. franzis-Blogstory.schreibnacht.de
Mein Notizbuch mit den wichtigsten Notizen zu den OPs in meiner Klinik. franzis-Blogstory.schreibnacht.de

Ausbildungsstart – der erste Schulturnus

Ich packe meine Tasche und nehme mit: Ja welche Tasche nehme ich überhaupt mit? Das hängt natürlich auch von Eurem Arbeitsweg ab. Für mich war es immer ein Rucksack, weil ich stets mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren bin und auch jetzt noch fahre (und natürlich immer einen Helm tragen – Ihr wollt ja nicht selber Patient in der Neuro werden :P). Deshalb rate ich Euch hier: Nehmt Euch IMMER Regenkleidung mit – oder Wechselkleidung – wobei ich Regenkleidung einfacher finde. Wenn ich eins gelernt habe, dann ist es die Tatsache, dass man den Wettervorhersagen leider nie zu 100% vertrauen kann. Wenn man nicht klitschnass zur Schule/Arbeit und wieder heimfahren möchte, der sollte einen Plan B haben! Ein weiteres Argument für einen Rucksack ist folgendes: Die Belastung gleicht sich über den gesamten Rücken aus und ist für Euch somit angenehmer und besser. Eine einfache Umhängetasche führt dazu, dass Ihr früher oder später Schmerzen in der Schulter und im Kreuz bekommen werdet. Aussehen ist nicht immer wichtig und so ein Rucksack kann auch echt schön sein. Mittlerweile gibt es da ganz viele tolle Modelle! Ansonsten solltet Ihr in Eurer Tasche ein Mäppchen mit unterschiedlichen Stiften haben, einen Block und den von mir weiter oben erwähnten Schnellhefter. Essen und besonders Trinken ist wichtig! Habt genug zu Trinken dabei! Am besten ist natürlich Wasser. Aber wem das zu langweilig ist, der kann das auch ganz leicht aufpeppen. In diesem Post findet Ihr einige Vorschläge zum Thema Ernährung im Schichtdienst. Dieser gilt natürlich auch für die Schule. Denn manch ein Schultag kann auch sehr lange werden und wenn es keine Kantine oder Mikrowelle vor Ort gibt, solltet Ihr etwas ausgewogenes in der Tasche haben.

Was sollte ich noch beachten?

Ihr habt jetzt alle wichtigen Materialien zusammen, habt Euch schon mal etwas mehr über den Beruf informiert und seid bestens im Bilde was auf Euch zukommt. Essen und Trinken ist in der Tasche, alles scheint perfekt! In der Schule wird es in den ersten Tagen und Wochen automatisch so sein, dass Ihr Euch gegenseitig vorstellt oder vorgestellt werdet. Im OP ist dies aber nicht immer so. Daher wartet nicht darauf, dass jemand Euch vorstellt, sondern ergreift selbst die Initiative! Sagt wer Ihr seid und “was” Ihr seid. Also dass Ihr OTA-Schüler XY im ersten Praxiseinsatz/erstem Ausbildungsjahr seid. Das ist wirklich sehr wichtig! Was Ihr sonst noch in den ersten Tagen im OP beachten solltet, könnt Ihr auch schon hier nachlesen. Wie Ihr seht. Ich habe schon viel Vorarbeit für Euren Ausbildungsstart geleistet! Was Ihr Euch immer im Hinterkopf behalten solltet: Habt Spaß an dem was Ihr macht! Es ist ein wirklich toller Beruf – aber es wird auch selten einfach sein. Ihr seid im Begriff, einen richtigen Knochenjob zu erlernen – doch er ist es wert. Es ist ein wirklich toller Beruf. Verliert nicht den Spaß und die Freunde an diesem Job – auch wenn es einen oftmals viele Nerven kosten wird. Und jetzt wünsche ich Euch einen tollen Ausbildungsstart! Habt ein schönes Wochenende! Eure franzi 🙂